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„Singende Musketiere" gehen zum Üben in den Keller

RKV-Aktive bereiten sich auf die kommende Session vor

 
Groß Reken (pv). „Noch sind wir eine schmale Besetzung", sagt der erste Vorsitzende des Rekener Kar­

nevals Verein (RKV), Conny Luke, beim Gang aus dem Keller. Dort sitzt momentan nur sein Bruder, Klemens Lüke. Der hat das Tenor- Saxofon schon zusammengebaut, die Noten aufgeschlagen und die Notenständer aufgestellt. Eigentlich ist alles startklar für die erste Probe der Tanzkapelle des RKV. Eigentlich.

Doch lassen die weiteren Bandmitglieder und die „singenden   "Musketiere" noch auf sich warten. Doch das bringt die westfälischen Jecken nicht aus der Ruhe. Bis zur Prinzenproklamtion am 15. November hat die kleine  Showtruppe  des Prinzenpaares Buse I (Dirk Busskönning) und Claudia I (Claudia Witt) noch einige Wochen Zeit. Doch die wollen die närrischen Musiker nutzen, um den Rekener Karnevalsfans im neuen Reken-Forum wieder neue Songs und Hits aus der fünften Jahreszeit zu präsentieren. „Dieses Jahr haben wir 'Ich ben 'ne Räuber' von ,de Höhner' ausgesucht", erzählt Conny Lüke, „damit kann man nichts falsch machen."Als besonderes Highlight wird die Band, zu der neben den beiden Brüdern noch Heinrich Müter, Markus Nieters, Dominik Steinberg und Christian Loik ge­
 
hören, in diesem Jahr in der kölschen Mundart singen. „Wenn man Kölsch trinkt, kann man auch auf kölsch singen", lacht Klemens Lüke, als schließlich drei Männer der singenden Musketiere in den Keller kommen. Sie sind mit ihrem Gesang und den grünen Kostümen nicht mehr aus dem Rekener Karnevalstreiben wegzudenken, sind immer mit dabei, wenn das Prinzenpaar in die Säle zieht.

Apropos Prinzenpaar:

Wer wird am 15. November um 19.11 Uhr das Zepter übernehmen? „Das bleibt bis dahin geheim", sagt der erste Vorsitzende. Vorstand und Beirat entscheiden in jedem Jahr, wer den kraftraubenden Part übernehmen kann. „Der Prinz muss das richtige Naturell besitzen und auch eine robuste Gesundheit haben", ergänzen die Musketiere Philip Kihm, Johannes und Günter Espendiller, Klaus Günther (Leiter), Stefan Günther und Willi Schwerhoff.

Rund 30 Auftritte kommen pro Session zusammen, häufig mehrere an einem Abend; vom Velener Jugendkarneval, bei dem der RKV gern gesehener Gast ist bis hin zum Auftritt in Oberhausen. Doch jetzt konzentrieren sich die Musikanten erst einmal auf ihren Auftritt bei der Prokla­mation.

 
„Erstmals findet die im Reken-Forum statt", erklärt Conny Lüke, der sich schon auf die richtige Bühne vor Ort freut. Doch auch im neuen Ambiente bleibt der Eintritt frei, „das schaffen wir nur Dank unserer Sponsoren."

Mit von der Partie ist in diesem Jahr die Mini-Garde. „Die vier bis 12 Jahre alten Mädchen haben dann ihren ersten Auftritt", berichten die Mitglieder des 1995 gegründeten Vereins. Damals lief die Vorbereitung noch „zwischen Tür und Angel". Doch der Verein wuchs stetig, zählt derzeit 71 Mitglieder. „Unser Ziel ist ein Umzug wie in Köln", scherzen die musikalischen Narren, während sie  schon  einmal  die Stimmbänder ölen. „Beim ersten Umzug haben wir uns noch einen Prinzen aus Gescher geliehen", erinnern sich die RKV ler. Doch Dank der guten Zusammen­
arbeit mit der Gemeinde und der mutigen Unterstützung ihrer Vereinswirtin Mechtild    Vogelwiesche etablierte sich der Karneval im Münsterland. „Beim ersten Umzug hatten wir die Hosen voll", erzählen die Männer, die auch auf die Unterstützung der Rekener Blaskapelle und des MGV Cäcilia  setzen  konnten. Und so wurde die Veranstaltung von Jahr zu Jahr professioneller. Das mahnt die Musiker dann doch, mit der Probe anzufangen. Und so wandern die Flaschen in den Kasten und die Notenblätter in die Hände.

 

bz20030915

Wer Feste feiert, muss erstmal feste proben. Das tun die RKV-Aktiven schon jetzt regelmäßig.

Quelle: Borkener Zeitung vom 15.09.2003

   

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